Korfu-Wanderreise
vom 01. bis 08. Oktober 2005
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Die Wanderfreunde aus Waging luden ein,
Ziel der Wanderreise sollte Korfu sein.
Am 1. Oktober gegen 6 Uhr früh
Hieß es Abschied nehmen von Germany.
Von Salzburg ging es ab in den Süden.
Der Flug durch Gewitter ließ keinen ermüden.
12 Kilometer vor Korfu zu unserem Verdruss
kam der Pilot zu folgendem Entschluss:
Heute an diesem stürmischen Tag
musst’ er noch verfliegen den Kerosin-Zuschlag.
6 Runden über Korfu hatte er zu kreisen,
danach konnte er uns allen beweisen:
Der Tank war leer, das Kerosin verbraucht,
die Bremse bei der Landung endlich raucht.
Regen empfing uns auf Korfu gleich,
ach wie so schön war’s doch in Österreich.
Jannis empfing uns wie alte Bekannte,
alles gleich hinter ihm her rannte.
Der Bus Nummer eins nahm uns alle auf,
fuhr hinaus durch die Stadt auf die Straße rauf.
Bald war das Hotel erreicht im Nu.
Was kommt auf uns diese Woche zu?
Korfu war neu, Magic Life nicht,
doch verzog es manchen das Gesicht.
Kalt war es überall und nass,
die Wettervorhersage machte keinen Spaß.
Abends nach der Schlacht am Büffet,
da juckt es die „Watter“ im großen Zeh.
Ein Duell zwischen Petting/Waging und Fridolfing stand an,
mal sehen, wer das gewinnen kann.
Nach Schwindeleinlagen und sonstigen Kapriolen
konnte sich die Spielgemeinschaft die Trophäe holen.
Das kommt davon, wenn Profis gefordert werden,
sind sie doch die Besten auf Erden.
Am Sonntag ging es nach Agios Spyridion
bei Regenwetter mit dem Bus vom Hotel davon.
Alle gingen gemeinsam unter Schirmen los,
war doch unsere Neugier groß.
Alle gut geschützt und toll gekleidet,
Shenay um das gelbe Kleid beneidet.
Modell Müllsack war der neueste Schrei,
brachte Jochen so ganz nebenbei
ins Straucheln auf Fels und Dorn,
hat dabei das Gleichgewicht verlor’n.
Alles war aufgeschlagen und voller Blut,
danach war’n wir alle mehr auf der Hut.
Wir erreichten den Leuchtturm auf felsigem Weg
und bald danach einen schmalen Steg,
der uns zum Almyros-Strand gebracht.
Bei der folgenden Einlage haben manche gelacht.
Das Meer war stürmisch, es schickt eine Flut,
brachte den einen oder andern in Wut.
Wer zu nah am Wasser war,
dem war schnell eindrucksvoll klar:
Das Wasser war hoch und nass
und machte nur dem Trockenen Spaß.
Weiter nach Almyros’ Taverne,
wo wir wollten trinken gerne,
Bier und sonstiges Gesöff,
doch es war ein großer Bluff.
Die Kneippe war zu,
weiter ging es im Nu.
Unterwegs gab es noch eine Feige mit Fleischeinlage,
sie schmeckte toll, das war keine Frage.
Zurück über den Steg, den Berg hinauf,
fast schon wie im Dauerlauf.
Schnell noch an der Ruine Agia Katrin vorbei,
unter vielen Olivenbäumen war es den Meisten einerlei.
Noch einmal in den Antinioti-See schauen
Und dann zum Ausgangsort schnell zurück.
Die Gruppe A hatte beim Warten kein Glück.
Sie konnte den verlangten Preisen nicht trauen.
Nach Perithia zog es uns zur Mamas Küche hin,
für uns war eine Moussaka drin.
Sie schmeckte gut, das Bier war fein,
so schön kann doch Korfu sein.
Für unsere „Watter“ aus Fridolfing
war auch an diesem Abend nichts drin.
Auch heute zahlten sie wieder kräftig Lehrgeld.
Warum ihnen trotzdem Kartenspielen so gefällt?
Nach der großen Super-Schau im Theater
Kommen dann die Animationsberater
zu uns an den Tisch im großen Saal,
zum Tanzen zu locken ein ums andere Mal,
doch nur Körbe waren zu holen von den Männern,
heute waren sie richtige Penner.
Der Willi wollte keinen Ouzo,
ging zur Theke und tut so,
als hätte er noch großen Durst,
dabei war ihm der Schnaps Wurst.
Er lies ihn fallen,
auf den Boden knallen,
tanzte ein Bisschen hin und her,
den Mädels gefiel dies sehr.
Am Montag war die Küstenwanderung dran,
führen mit dem Bus ein Stück sodann.
Die Gruppe A, die Außerirdischen,
wollten uns schnell entwischen,
stiegen ab nach Agni in die Taverne,
tranken dort das Bier sehr gerne.
Wir fuhren noch kräftig weiter,
immer vorwärts, immer heiter.
Sinies war unser Ziel,
Wege zu gehen gab es sehr viel.
Doch unserer war aus,
es ging nicht mehr weiter,
uns macht es nichts aus,
wir war’n immer noch heiter.
Im direkten Abstieg wurde der Abhang genommen.
Wir werden schon irgendwie weiter kommen.
Eine Frage hier, eine Antwort dort,
bald fanden wir den richtigen Ort.
Kerasia war die erste Bucht,
sie war wirklich eine Wucht.
Koulara hieß die nächste schöne,
bald uns dann Kalami verwöhne
mit dem alten Weißen Haus,
früher schaut ein Dichter raus.
Lawrence Durell hieß der Poet einmal,
„Schwarze Oliven“ heißt sein Buch im Regal.
In Agni, in Nikolas Taverne,
warteten die Außerirdischen sehr gerne.
Bei Bier und auch bei gutem Wein,
lässt es sich leicht fröhlich sein.
Bald ging es für alle weiter,
noch waren sie alle heiter.
Trepp’ auf, Trepp’ ab, mal mit Weg, mal ohne,
bei schönem Ausblick, dass die Mühe sich lohne
wurde bald Kaminaki erreicht,
ein Örtchen, das keinem anderen gleicht.
Vorbei am Nissaki Beach Hotel
Ging es manchen viel zu schnell.
Hinauf zur Straße mit vielen Kehren,
wir konnten uns da gar nicht wehren.
Noch der Straße entlang zum Magic Life,
auf weitere Aktionen ich heute pfeif’.
Ein ruhiger Nachmittag am Meer,
das war das Ziel – bitte sehr.
Am Abend verlor erstmals Fridolfing nicht,
sie mussten nicht antreten in die Pflicht.
Otto und Roswitha gingen zum Essen fein,
Milanase sollte es eben sein.
Am Dienstag fuhren wir 1 ½ Stunden,
um zu machen unsere Runden.
In Agios Georgios verließen uns die Außerirdischen,
um ohne uns nach Alonaki zu pirschen.
Die Besonderen fuhren nach Marathia Strand,
was sie erlebten war allerhand.
Schnell die Schuhe aus, dann geht es los,
doch du Schreck, was macht die Rosi bloß.
Setzt sie sich auf den Fußteil einer Liege
und macht auch gleich die Fliege.
Sitzt mit dem Allerwertesten im Sand
und muss herzhaft lachen, allerhand.
Immer am Strand entlang bis zu Nackten,
ja hier gab es harte Fakten.
Bei den Steinen hieß es Schuhe an,
dies gilt auch für unseren Herrmann.
Socken an, den Fuß auf den Stein,
nun kam die Welle, wie gemein.
Immer weiter nach Agios Georgios,
was machen die Außerirdischen bloß.
Schobers Handy klingelt schrill,
was denn nur die Shenay will?
Hilfe, Alarm, wo sind wir denn?
Es hört sich an wie „Flenn, Flenn“.
Der Rat kam schnell: „Kehrt doch um!
Ihr geht falsch um den See herum.
Wir treffen uns bei den Sanddünen von Issos!“
Gruppe A fragt, wo ist das denn bloß?
„Die Wanderdünen sind nicht zu übersehen,
ihr müsst nur zu den Sandhaufen geh’n!
Und dann nicht rechts, sondern links herum,
geht weiter und seit dieses mal nicht dumm!“
Der Korisia-See dient euch als Lineal,
geht durch den Wald und über den Steg, wenn auch schmal.
Umweg-Willi wird der Führer genannt,
hat die Außerirdischen verrannt.
Am Schluß war er doch auf der Hut.
Macht Ende gut, somit alles gut.
Die Gruppen sind nun beide vereint,
von den Außerirdischen kaum einer weint.
Alle erzählen Heldensagen,
offensichtlich wollte keiner klagen.
Sie waren im Dorf fast auf der anderen Seite der Insel,
glauben, wir sind lauter Einfaltspinsel.
Der Umweg war mindestens 20 Kilometer sodann,
gemeinsam gingen wir dann weiter voran.
Vorbei an 2 Kantinen ohne Einkehr
ging es nach Alonaki, dann ging nichts mehr.
Pastitsada gab es zum Essen,
einige waren mehr aufs Bier versessen.
Die Wunden geleckt,
die Füße gepflegt,
Durst und Hunger verschwunden,
alle Anstrengungen überwunden.
Nach Rückkehr gab es einen Fehltritt.
„Maria, nimm vom Strand keinen Sand mit!
Hau Dir am Bett die Stirn nach an,
damit man Deine Augen noch sehen kann.“
Beim „Watten“ gab es das alte Ergebnis,
zweiter zu sein, ist kein Erlebnis.
Fridolfing übe und lerne weiter,
dann guckst du sicher auch bald heiter.
Diesmal hat es nicht gereicht,
machst es deinem Gegner leicht.
Danach kam dann die Griechische Nacht,
es wurde gesungen, getanzt, gelacht.
Alexis Sorbas kam auch zu Besuch,
manche bekamen vom Sirtaki nicht genug.
Getanzt wurde mit allen, schwarz und weiß,
Hauptsache ist, es war kein Preiß’.
Am Mittwoch ging es in den Süden,
die Fahrt ließ manchen gleich ermüden.
Wir hatten Schwunde gleich in Massen,
viele hatten Angst vor dem Nassen
oder auch vom hohen Berge,
klettern ist nicht ihre Stärke.
Wir fuhren hoch bis Agios Deka Ort,
bald ging es von dem Busse fort.
Auf fester Straße immer höher,
bald waren wir dem Himmel näher.
Unter der Radar-Station
Fanden wir Gottes Thron.
Das Kloster Panzokrator wurde gut erklärt,
wir haben viel Neues gehört.
Beim Abstieg gab es schöne Ausblicke nach Norden,
kaum zu beschreiben mit meinen Worten.
Bald sahen wir die Außerirdischen bei Bier und Wein,
ja so schön kann wandern sein.
Ein Hähnchen sollt’ es zur Stärkung geben,
man muss ja nicht von Löwenzahn leben.
Auf dem Heimweg wurde Sissi besucht,
die war ja wirklich gut betucht.
Hat sich gebaut ein Schloss ganz toll,
gab ihm den Namen „Achillion“.
Zu sehen gab es hier sehr viele Skulpturen,
allzu schnell liefen unsere Uhren.
Um vier ging es wieder zurück in die Anlage,
zum Kaffeetrinken, keine Frage.
Die Show in der Arena fiel leider aus,
die Animateure machten einen Spielabend draus.
Bingo war das Motte der Stunde
Und lag bald in aller Munde.
Mehr als 11 Treffer sollten nicht sein,
Fortuna kann kein Wanderer sein.
Am Donnerstag das letzte Mal
Ging es in das Ropa-Tal.
Am Golfplatz hieß es nun aussteigen,
Jannis wollte uns die Landwirtschaft zeigen.
Über die Brücken gab es die Kröten zu seh’n,
überquerten den Platz bei Loch zehn.
Auf lehmigem Weg immer gerade aus
5 Kilometer bis zum nächsten Haus.
Marmora war der erste Ort,
bald gingen wir wieder fort.
Auf der Straße, die wenig befahren,
haben wir die Geschichte vom Karl erfahren,
wie er sein Auto gekauft hat
und allerhand erlebt hat.
Gionnades war der Ort der Teilung,
weiter ging es ohne Beeilung.
Hinauf zum Marktplatz zur nächsten Pause,
wer wollte, der machte eine Jause.
Ein schöner Ausblick machte viel Freude,
so schön ist Korfu, liebe Leute.
Der Erich setzte sich am Brunnenrand,
taucht die Jacke ein, die wird nasser.
Er merkt es nicht, wir sind gespannt,
als er’s gemerkt, da wird er blasser.
Unterwegs hat er nun Kühlung dabei,
sicher der Liter Wasser zwei oder drei.
Entlang der Straße nach Vatos
Geht es weiter ohne Pathos
in die Ermones-Bucht,
so etwas hatten wir gesucht.
Ein toller Ausblick bringt uns Glück
Und die Außerirdischen zurück.
Eine wunderbare Terrasse in der Taverne,
das haben wir alle wirklich gerne.
Gustl, der nicht gerne in Schaf oder Hammel beist,
ab sofort Herr Meier heißt.
Regina und Roswitha, unsere Rockerbräute,
erfüllten sich einen Wunschtraum heute,
setzten sich auf einen alten Roller,
mit Benzin wär’s noch viel toller.
Gerne haben wir Karl-Heinz, Klaus und Otto,
die getreu ihrem Motto:
“Wanderreisen mit Gemütlichkeit“
bei uns verbreiten viel’ Freud,
uns nach Korfu gebracht,
wo wir haben viel gelacht.
Nicht vergessen dürfen wir unsere Begleiter
Willi und Jannis, unsere Reiseleiter.
Es war einfach wundervoll,
wir sind der Eindrücke voll.
Dank gebührt euch allen!
Mir und hoffentlich auch euch hat es gefallen.
Abends gab es noch eine Sensation,
Fridolfing erhält beim „Watten“ seinen Lohn.
Nach einem kleinen Personalaustausch
Spielten sie sich in einen Rausch.
Aus der Waginger Ringecke kam’s nach der ersten Runde:
„Jetzt ist Schluss mit dem „Watten“ nach einer Stunde!
Getanzt wird auf dem Parkett,
sonst bist Du wirklich gar nicht nett!“
Am Ruhetag fuhren wir nach Korfu Stadt,
das wunderschöne Flecken hat.
Ob Festung alt oder neu,
Korfu bleibt dem Motto treu.
Es soll die schönste griechische Stadt sein,
uns tat dies sehr erfreu’n.
Viele verwinkelte Gässchen,
an der Schaufensterscheibe ein eingedrücktes Nässchen.
Die Wäsche hängt zum Trocknen raus,
die Leine verbindet Haus und Haus.
Mon Repos und die Esplanade,
die Zeit verrinnt, es ist schade.
Im Hotel noch ein bisschen Recreation,
es ist schon wieder spät schon.
Wir saßen noch einmal in froher Runde
die eine und die andere Stunde.
Samstag früh um sieben,
holt man uns ab zum Fliegen.
Die Heimat lockt uns mit Gewalt,
doch für einige von uns hieß es: „Halt!“
Die Zöllner wollten unsere Koffer seh’n
und blieben vor dem Tischchen steh’n.
„Machen Sie Ihren Koffer auf, wir haben was gefunden!“
Gott sei Dank, es dauerte keine Stunden.
Einzig Handschellen-Willi hatte Probleme
mit seinem Freundschaftsband.
„Ob er sich nicht schäme,
Handschellen im Rucksack ist allerhand!“
Er packte die Bänder in den Koffer von Franz,
so blieben die Armbänder ganz
und kamen nach Haus.
Somit ist die Woche aus.