Siegfried hat geschrieben:Die Feststellung machst Du auch nicht "auf Wandertagen" - die machst Du wenn du selbst in Vereinen in bestimmten Funktionen aktiv bist.
Natürlich mache ich die auf Wandertagen - denn es zählt die Summe der Wandertage in einer Region und nicht eine einzelne Veranstaltung. Und die Augen offen halten kann man mit und ohne Funktion in einem Verein. Persönliche Beobachtungen und Empfindungen sind doch nicht Funktions-abhängig???
Siegfried hat geschrieben: Und wenn in Süddeutschland die Welt noch in Ordnung ist wundere ich mich über die auch dort ständig vorgenommenen Veranstaltungsstreichungen.
Das kann Dich nur wundern, wenn Du nicht von hier bist und die Entwicklung hautnah miterlebst. Mich wundert es nicht, wenn vor allem in Baden-Württemberg immer mehr Vereine Absagen vornehmen. Seit 10 Jahren werden in BaWü die Führungs-Strukturen vernachlässigt. Bei einem solchen Flächenland gilt es, andere Kriterien und Anforderungen an eine Landes-Organisation zu stellen, als es seit dem Zusammenschluss (und der Auflösung) der Bezirke erfolgt. Der "Mittelbau" an Führungskräfte im Landes-Verband ist damit eleminiert (der Kosten wegen). Und was kostet es uns jetzt? Zunächst den qualitativen Kontakt zu den Vereinen .. und dann in der Folge die Vereine selbst! In Bayern hat man richtig reagiert und die Regionen gestärkt, wenn gleich auch dort Absagen kommen, aber nicht so gewaltig! Dich sie sind nährer dran an den Vereinen und den Wanderern und können das Rad eher in die andere Richtung drehen!
Ich kann mich auch nicht erinnern, den Süden Deutschlands als "DVV-Schlaraffenland" dargestellt zu haben. Ich habe nur die Funktion und den Sinn des Wanderens durch gute Vereinsarbeit - und auch ohne Vereine natürlich - dargelegt. Das zumindest scheint derzeit noch einigermaßen bei uns im Süden zu funtionieren. ABER: Nur weil es im Süden weniger schlecht um die Vereine bestellt ist, ist es noch lange nicht gut!" Unsere von mir beschriebene "Wander-Familie" schrumpft auch bei uns - leider!
Andreas Peters hat geschrieben: Es kommt eben kein "Volk" mehr zu den Wandertagen.Wir haben manchmal nur 120 Teilnehmer oder weniger, und das in einer Millionenstadt wie Berlin.|
Das städtische Problem sehe ich sehr wohl und es betrübt auch mich. Aber ich wehre mich vehement dagegen, es für alle Regionen in Deutschland gelten zu lassen. Was ihr in Berlin macht und wie ihr es macht gefällt mir auch. Ich würde dabei sein, wenn ich in oder um Berlin leben würde ... Das Problem ist, dass das was für Berlin gut ist, nicht unbedingt für Vereine in der Flächen gut ist. In den Diskussionen dreht sich immer alles um die unterschiedlichsten Standpunkte. Jeder will immer recht haben. Und ich sage Euch: Recht haben auch alle (mehr oder weniger). Also muss die Devise lauten: Gestalte und erlebe die Vielfalt des Wanderns! Aber alles mit Maß und mit Rücksicht auf den anderen. Und genau dieses Feingefühl für die "Diversität der Regionen" vermisse ich bei unserer Obersten Führungsebene - auch beim Gießkannen-Normierungs-Marketing des DVV.
Marathon89 hat geschrieben:Jedenfalls findet in BW demnächst eine Wanderung eines Tourismusbüros statt. Diese werde ich auch besuchen
Au ja ... bitte berichte doch in diesem Forum darüber. Aber bleib den Vereinen treu - BITTE !!!