Neue DVV-Mitglieder

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Beitragvon Andreas Peters » 19.07.2012, 09:13

19. Juli 2012
Neue Mitglieder im DVV

Das Reiseunternehmen P.T.A. Tours wurde zum 6. Juli 2012 in den Deutschen Volkssportverband e.V. aufgenommen. Ab 2013 bietet P.T.A. in verschiedenen Regionen Deutschlands geführte Wanderungen an.

Ebenfalls zum 6. Juli 2012 wurde die Firma Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH in den Deutschen Volkssportverband e.V. aufgenommen. Für nächstes Jahr plant das Unternehmen vier geführte Wanderwochen in Bodenmais und Umgebung.
Herzlich willkommen im DVV!


Na das sind doch mal gute Nachrichten,ich bin auf das Programm von PTA schon gespannt. :D
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon EinSicht » 28.07.2012, 22:39

Andreas Peters hat geschrieben:Na das sind doch mal gute Nachrichten,ich bin auf das Programm von PTA schon gespannt. :D

Wirklich? Gute Nachrichten?

Wenn ich mir anschaue, wer in letzter Zeit "neu" dem DVV beitritt und gleichzeitig mit weinendem Auge sehe, wie viele Vereine alleine bei uns hier in BaWü Ihren Wandertag in 2012 schon abgesagt haben (trotz erfolgter Aufnahme in die Terminliste 2012) dann sind das per Saldo für mich "sehr schlechte" Nachrichten. Es geht eindeutig vom "Volkssport" weg - hin zum elitären "Kohlesport". Schön für den, der noch zur sog. Mittelschicht zählt oder in der (Er-)Nahrungskette ganz oben ist ...
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Andreas Peters » 01.08.2012, 05:11

Zur Mittelschicht zähle ich mich nun gerade nicht! :? Aber man muss sich den Gegebenheiten, (überalterte Vereine und andere Interessen bei den Wanderern), nunmal stellen und mir ist Volkssport über Hotels oder Tourismusverbänden immer noch lieber als überhaupt kein Volkssport.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Siegfried » 01.08.2012, 10:30

"Der" Verein als Sammelbecken Gleichgesinnter ist ohnehin auf dem absteigenden Ast. Die Masse will lieber mehr zahlen und dafür in Ruhe gelassen werden. Das ist leider nicht nur beim DVV so.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon EinSicht » 02.08.2012, 21:20

Andreas Peters hat geschrieben:mir ist Volkssport über Hotels oder Tourismusverbänden immer noch lieber als überhaupt kein Volkssport

Das ist dann eben nach meiner Ansicht "kein Volkssport" sondern ein "DVV-unterstützes" Wandern von der Stange. Ohne Volk gibt es keinen Volkssport, oder? Ein paar Wanderer auf solchen Events machen doch kein Volk! Auch PWs ergeben kein Volk und auch keine GTW oder sonst was in dieser Richtung ... Es sind nur Grüppchen oder Paare oder Einzelne die sich "flüchtig finden".

Siegfried hat geschrieben:"Der" Verein als Sammelbecken Gleichgesinnter ist ohnehin auf dem absteigenden Ast.

Im süddeutschen Land sind Vereine noch immer was wert. Es sind auch nicht "Gleichgesinnte" in Vereinen sondern - ich sag mal - "Indivduelle" mit ähnlicher Zielsetzung, welche in der Satzung bzw. noch viel mehr im "Machen" sich manifestiert. Unsere Wander-Vereine sind Auffangbecken für verschiedenste soziale Schichten und nicht eine "Interessensvertretung höherer sozialer Schichten". Wenn sie auf dem absteigenden Ast sind, dann überhaupt nur auf Grund solcher Einstellungen, welche nicht mehr die Solidarität sondern das EGO in den Vordergrund stellen. Unmerklich werden wir letztlich von der Werbebranche auch darauf getrimmt, wie z.B. im Postbank-Slogan "Unterm Strich zähl ich".

Siegfried hat geschrieben:Die Masse will lieber mehr zahlen und dafür in Ruhe gelassen werden

Diese Feststellung kann ich auf Wandertagen überhaupt nicht machen (und was ist schon "die Masse"?). Wenn man genau hinsieht, wie bei unseren Wandertagen die sozialen Bindungen und Freundschaften sind, dann bleibt festzuhalten, dass wir hier eine echte Wander-Familie sind. Die Menschen suchen auf Wandertagen das Gespräch und nicht die Einsamkeit - dafür steht eher der Jakobsweg (oder eine Wander-Reise mit Fremden). Viele - vor allem Alte - sind auf unseren Wandertagen nicht mehr zum Wandern da - sie suchen die Geselligkeit im Kameraden- und Freundeskreis. Da verstehe ich es einfach nicht, wenn man nur noch nach "Service / Dienstleistung / Selbstverständlichkeit / usw" ruft und dann auch nur noch danach urteilen kann (es lebe das Ranking?). Zusammen Leben und sich arrangieren ist eben nicht einfach ... es kostet Mühen! Das ist ein WERT der uns was Wert sein sollte ... Triple AAA - mindestens!
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Andreas Peters » 03.08.2012, 05:05

"Auch PWs ergeben kein Volk und auch keine GTW oder sonst was in dieser Richtung ... Es sind nur Grüppchen oder Paare oder Einzelne die sich "flüchtig finden".

Also man kann ja diese oder jene Meinung zum Thema haben. Aber Fakt ist das ohne GTW oder PW das Volkswandern, zumindest in Berlin/Brandenburg, schon längst vorbei wäre.
Es kommt eben kein "Volk" mehr zu den Wandertagen.Wir haben manchmal nur 120 Teilnehmer oder weniger, und das in einer Millionenstadt wie Berlin.Die Realität bedeutet die Zeiten und die Wanderer,teilweise auch aus Altersgründen, haben sich gegenüber den 1970-iger-Jahren grundlegend geändert! :|
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Siegfried » 03.08.2012, 19:29

EinSicht hat geschrieben:
Andreas Peters hat geschrieben:mir ist Volkssport über Hotels oder Tourismusverbänden immer noch lieber als überhaupt kein Volkssport

Das ist dann eben nach meiner Ansicht "kein Volkssport" sondern ein "DVV-unterstützes" Wandern von der Stange. Ohne Volk gibt es keinen Volkssport, oder? Ein paar Wanderer auf solchen Events machen doch kein Volk! Auch PWs ergeben kein Volk und auch keine GTW oder sonst was in dieser Richtung ... Es sind nur Grüppchen oder Paare oder Einzelne die sich "flüchtig finden".

Siegfried hat geschrieben:"Der" Verein als Sammelbecken Gleichgesinnter ist ohnehin auf dem absteigenden Ast.

Im süddeutschen Land sind Vereine noch immer was wert. Es sind auch nicht "Gleichgesinnte" in Vereinen sondern - ich sag mal - "Indivduelle" mit ähnlicher Zielsetzung, welche in der Satzung bzw. noch viel mehr im "Machen" sich manifestiert. Unsere Wander-Vereine sind Auffangbecken für verschiedenste soziale Schichten und nicht eine "Interessensvertretung höherer sozialer Schichten". Wenn sie auf dem absteigenden Ast sind, dann überhaupt nur auf Grund solcher Einstellungen, welche nicht mehr die Solidarität sondern das EGO in den Vordergrund stellen. Unmerklich werden wir letztlich von der Werbebranche auch darauf getrimmt, wie z.B. im Postbank-Slogan "Unterm Strich zähl ich".

Siegfried hat geschrieben:Die Masse will lieber mehr zahlen und dafür in Ruhe gelassen werden

Diese Feststellung kann ich auf Wandertagen überhaupt nicht machen (und was ist schon "die Masse"?). Wenn man genau hinsieht, wie bei unseren Wandertagen die sozialen Bindungen und Freundschaften sind, dann bleibt festzuhalten, dass wir hier eine echte Wander-Familie sind. Die Menschen suchen auf Wandertagen das Gespräch und nicht die Einsamkeit - dafür steht eher der Jakobsweg (oder eine Wander-Reise mit Fremden). Viele - vor allem Alte - sind auf unseren Wandertagen nicht mehr zum Wandern da - sie suchen die Geselligkeit im Kameraden- und Freundeskreis. Da verstehe ich es einfach nicht, wenn man nur noch nach "Service / Dienstleistung / Selbstverständlichkeit / usw" ruft und dann auch nur noch danach urteilen kann (es lebe das Ranking?). Zusammen Leben und sich arrangieren ist eben nicht einfach ... es kostet Mühen! Das ist ein WERT der uns was Wert sein sollte ... Triple AAA - mindestens!


Die Feststellung machst Du auch nicht "auf Wandertagen" - die machst Du wenn du selbst in Vereinen in bestimmten Funktionen aktiv bist. Und wenn in Süddeutschland die Welt noch in Ordnung ist wundere ich mich über die auch dort ständig vorgenommenen Veranstaltungsstreichungen.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Marathon89 » 04.08.2012, 15:16

Ich finde es auch nicht gut, dass nun jede Vereinigung als DVV-Mitglied eine Wanderveranstaltung durchführen darf. Dabei frage ich mich, ob diese überhaupt über die notwendige Kompetenz verfügen um eine solche Veranstaltung durchführen zu können. Jedenfalls findet in BW demnächst eine Wanderung eines Tourismusbüros statt. Diese werde ich auch besuchen. Sollte es die gleiche Katastrophe sein wie Munster oder Scharnhorst-Marsch, werde ich Veranstaltungen dieser Vereinigungen in Zukunft meiden.
Dann werde ich mich halt anderen Organisationen zuwenden, wo man auch wie beim DVV mit Gleichgesinnten unterwegs ist, nur halt nict zu Fuss, sondern mit dem Rennrad.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Siegfried » 04.08.2012, 19:38

Marathon89 hat geschrieben:Ich finde es auch nicht gut, dass nun jede Vereinigung als DVV-Mitglied eine Wanderveranstaltung durchführen darf. Dabei frage ich mich, ob diese überhaupt über die notwendige Kompetenz verfügen um eine solche Veranstaltung durchführen zu können.


Das hälst Du dann für eine "Kompetenz"für notwendig um eine Volkswanderung durchzuführen? Das sollte doch jeder halbwegs intelligente Mensch hinbekommen. Und schlechter als mancher Wanderverein macht es ein Tourismusbüro sicherlich nicht - zudem haben die teilweise ganz andere Möglichkeiten. Da wird sich in Zukunft an den eingeschliffenen Abläufen einiges ändern. Das hätte schon viel früher der Fall sein müssen.

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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon EinSicht » 04.08.2012, 19:40

Siegfried hat geschrieben:Die Feststellung machst Du auch nicht "auf Wandertagen" - die machst Du wenn du selbst in Vereinen in bestimmten Funktionen aktiv bist.
Natürlich mache ich die auf Wandertagen - denn es zählt die Summe der Wandertage in einer Region und nicht eine einzelne Veranstaltung. Und die Augen offen halten kann man mit und ohne Funktion in einem Verein. Persönliche Beobachtungen und Empfindungen sind doch nicht Funktions-abhängig???

Siegfried hat geschrieben: Und wenn in Süddeutschland die Welt noch in Ordnung ist wundere ich mich über die auch dort ständig vorgenommenen Veranstaltungsstreichungen.
Das kann Dich nur wundern, wenn Du nicht von hier bist und die Entwicklung hautnah miterlebst. Mich wundert es nicht, wenn vor allem in Baden-Württemberg immer mehr Vereine Absagen vornehmen. Seit 10 Jahren werden in BaWü die Führungs-Strukturen vernachlässigt. Bei einem solchen Flächenland gilt es, andere Kriterien und Anforderungen an eine Landes-Organisation zu stellen, als es seit dem Zusammenschluss (und der Auflösung) der Bezirke erfolgt. Der "Mittelbau" an Führungskräfte im Landes-Verband ist damit eleminiert (der Kosten wegen). Und was kostet es uns jetzt? Zunächst den qualitativen Kontakt zu den Vereinen .. und dann in der Folge die Vereine selbst! In Bayern hat man richtig reagiert und die Regionen gestärkt, wenn gleich auch dort Absagen kommen, aber nicht so gewaltig! Dich sie sind nährer dran an den Vereinen und den Wanderern und können das Rad eher in die andere Richtung drehen!
Ich kann mich auch nicht erinnern, den Süden Deutschlands als "DVV-Schlaraffenland" dargestellt zu haben. Ich habe nur die Funktion und den Sinn des Wanderens durch gute Vereinsarbeit - und auch ohne Vereine natürlich - dargelegt. Das zumindest scheint derzeit noch einigermaßen bei uns im Süden zu funtionieren. ABER: Nur weil es im Süden weniger schlecht um die Vereine bestellt ist, ist es noch lange nicht gut!" Unsere von mir beschriebene "Wander-Familie" schrumpft auch bei uns - leider!

Andreas Peters hat geschrieben: Es kommt eben kein "Volk" mehr zu den Wandertagen.Wir haben manchmal nur 120 Teilnehmer oder weniger, und das in einer Millionenstadt wie Berlin.|
Das städtische Problem sehe ich sehr wohl und es betrübt auch mich. Aber ich wehre mich vehement dagegen, es für alle Regionen in Deutschland gelten zu lassen. Was ihr in Berlin macht und wie ihr es macht gefällt mir auch. Ich würde dabei sein, wenn ich in oder um Berlin leben würde ... Das Problem ist, dass das was für Berlin gut ist, nicht unbedingt für Vereine in der Flächen gut ist. In den Diskussionen dreht sich immer alles um die unterschiedlichsten Standpunkte. Jeder will immer recht haben. Und ich sage Euch: Recht haben auch alle (mehr oder weniger). Also muss die Devise lauten: Gestalte und erlebe die Vielfalt des Wanderns! Aber alles mit Maß und mit Rücksicht auf den anderen. Und genau dieses Feingefühl für die "Diversität der Regionen" vermisse ich bei unserer Obersten Führungsebene - auch beim Gießkannen-Normierungs-Marketing des DVV.

Marathon89 hat geschrieben:Jedenfalls findet in BW demnächst eine Wanderung eines Tourismusbüros statt. Diese werde ich auch besuchen
Au ja ... bitte berichte doch in diesem Forum darüber. Aber bleib den Vereinen treu - BITTE !!!
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Siegfried » 04.08.2012, 22:46

EinSicht hat geschrieben:
Siegfried hat geschrieben:Die Feststellung machst Du auch nicht "auf Wandertagen" - die machst Du wenn du selbst in Vereinen in bestimmten Funktionen aktiv bist.
Natürlich mache ich die auf Wandertagen - denn es zählt die Summe der Wandertage in einer Region und nicht eine einzelne Veranstaltung. Und die Augen offen halten kann man mit und ohne Funktion in einem Verein. Persönliche Beobachtungen und Empfindungen sind doch nicht Funktions-abhängig???


Das kannst Du nicht. Dazu musst Du im jeweiligen Verein sein und mitbekommen was die Mitglieder für Forderungen und Erwartungen an den Verein haben - und auch wer welche Bereitschaft an den Tag legt um aktiv mitzuarbeiten. Am Wandertag siehst Du nur noch das fertige Produkt - nämlich den Wandertag, und nicht was dahinter steckt.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Andreas Peters » 05.08.2012, 08:55

Das sehe ich ähnlich wie Siegfried. Man kann ja 100 Vereinsmitglieder haben und trotzdem gibt es in fast jedem Verein den ich kenne nur ein paar Aktive die dann die Vereinsfahne hochhalten!

Meckern können aber fast alle, weil damit hat man recht und keine Arbeit.

Ohne die Tourismusverbände,Hotels und Reisebüros etc.wird unsere Form des Wanderns in naher Zukunft sonst nicht möglich sein. :(

Was aber jetzt zwingend auch kommen muß ist die Anpassung der starren DVV-Regularien an die neuen Veranstalter.So eine Veranstaltung soll Spaß und Entspannung für die Wanderer bringen und nicht in erster Linie das ängstliche Nachdenken ob ich irgendwelche Regularien auch zu 100% einhalte.Wie unkompliziert das gehen kann hat doch der LV BW mit dem IVV-gewerteten Westweg vorgemacht! :P
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon EinSicht » 05.08.2012, 13:31

Nur noch ein letztes Mal zur Klarstellung, damit wir nicht aneinander vorbei reden:

> Die eine Ebene ist die Vereins-interne Ebene. Da teile ich die Ansichten von "Andreas Peter" - und die Aussage von "Siegfried" gilt, wenn man den Focus der Diskussion nur darauf richtet, ja auch. Das ist ein nahezu allgemein gültiges Erscheinungsbild in Vereinen und keine Besonderheit bei den Wandereren und auch nicht bei den Wanderern im DVV ...

> Die andere Ebene ist aber diejenige "zwischen den Vereinen". Diese Ebene funktioniert eben bei uns im Süden noch recht gut und darum halten wir uns im Süden auch noch so einigermaßen über Wasser. Besucherzahlen von 500 - 2.500 Besuchern pro Wandertag gehen nur, weil sich die Wandervereine untereinander "moralisch" verpflichten und weil aus unseren Veranstaltungs-Orten heraus auch andere Vereine (Sportvereine, Musikvereine, Schützenvereine, etc.) eben so Solidarität üben. Dieses Miteinander ist es, was wir brauchen - nicht das Gegeneinander!

> Die dritte Ebene - und das ist diejenige, über die ich mich ausgelassen habe - ist die zwischenmenschliche Beziehung zwischen den DVV-Wandereren von den unterschiedlichsten DVV-Vereinen über die eigene Vereins-Grenze hinaus und von sog. "freien" Wanderern (deren Verein schon kaputt ist und die sich keinem neuen Verein mehr anschließen wollen - wie schade!). Gerade das ist aber vor allem anderen die Ebene, die mich in unserer Region noch immer intensiv fasziniert und die ich an den anderen Veranstaltungsformen so einfach nicht finde (bzw. finden kann!). Darum trete ich auch so vehement für die Wandertage ein.

Der DVV bezeichnet (gestützt durch seine neue Gebührenstruktur) solche Vereine als Premium-Mitglieder, die mindestens zwei Veranstaltungsformen machen. Ich bezeichne diejenigen Vereine als wahre "PREMIUM-MITGLIEDER", die einen Wandertag veranstalten. Egal was sonst noch im Verein läuft. Einen ehrenamtlich organisierten Wandertag kann man im zwischenmenschlichen Bereich durch keine professionell/kommerziell durchgeführte Veranstaltung ersetzen. --> Das eine ist das MACHEN und das Nutzen - das andere zu Machen bedeutet nur noch etwas zu (BE)-NUTZEN. So verschwindet das Ehrenamtliche nach und nach - und dann schreien alle wieder wegen des Vereinesterbens! Und ausgerechnet die Vereine müssen sich dann auch noch teilweise ungerechtfertigte Vorwürfe gefallen lassen ...

An alle: Es tut mir leid, wenn ich meine Einsichten in meinen Beiträgen bisher nicht so klar herausstellen konnte, dass es allgemein verständlich war. Mea culpa!
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon Siegfried » 07.08.2012, 11:18

EinSicht hat geschrieben:Nur noch ein letztes Mal zur Klarstellung, damit wir nicht aneinander vorbei reden:

> Die eine Ebene ist die Vereins-interne Ebene. Da teile ich die Ansichten von "Andreas Peter" - und die Aussage von "Siegfried" gilt, wenn man den Focus der Diskussion nur darauf richtet, ja auch. Das ist ein nahezu allgemein gültiges Erscheinungsbild in Vereinen und keine Besonderheit bei den Wandereren und auch nicht bei den Wanderern im DVV ...

> Die andere Ebene ist aber diejenige "zwischen den Vereinen". Diese Ebene funktioniert eben bei uns im Süden noch recht gut und darum halten wir uns im Süden auch noch so einigermaßen über Wasser. Besucherzahlen von 500 - 2.500 Besuchern pro Wandertag gehen nur, weil sich die Wandervereine untereinander "moralisch" verpflichten und weil aus unseren Veranstaltungs-Orten heraus auch andere Vereine (Sportvereine, Musikvereine, Schützenvereine, etc.) eben so Solidarität üben. Dieses Miteinander ist es, was wir brauchen - nicht das Gegeneinander!

> Die dritte Ebene - und das ist diejenige, über die ich mich ausgelassen habe - ist die zwischenmenschliche Beziehung zwischen den DVV-Wandereren von den unterschiedlichsten DVV-Vereinen über die eigene Vereins-Grenze hinaus und von sog. "freien" Wanderern (deren Verein schon kaputt ist und die sich keinem neuen Verein mehr anschließen wollen - wie schade!). Gerade das ist aber vor allem anderen die Ebene, die mich in unserer Region noch immer intensiv fasziniert und die ich an den anderen Veranstaltungsformen so einfach nicht finde (bzw. finden kann!). Darum trete ich auch so vehement für die Wandertage ein.

Der DVV bezeichnet (gestützt durch seine neue Gebührenstruktur) solche Vereine als Premium-Mitglieder, die mindestens zwei Veranstaltungsformen machen. Ich bezeichne diejenigen Vereine als wahre "PREMIUM-MITGLIEDER", die einen Wandertag veranstalten. Egal was sonst noch im Verein läuft. Einen ehrenamtlich organisierten Wandertag kann man im zwischenmenschlichen Bereich durch keine professionell/kommerziell durchgeführte Veranstaltung ersetzen. --> Das eine ist das MACHEN und das Nutzen - das andere zu Machen bedeutet nur noch etwas zu (BE)-NUTZEN. So verschwindet das Ehrenamtliche nach und nach - und dann schreien alle wieder wegen des Vereinesterbens! Und ausgerechnet die Vereine müssen sich dann auch noch teilweise ungerechtfertigte Vorwürfe gefallen lassen ...

An alle: Es tut mir leid, wenn ich meine Einsichten in meinen Beiträgen bisher nicht so klar herausstellen konnte, dass es allgemein verständlich war. Mea culpa!


Also die Ebene 2 und 3 sind für das Fortbestehen der derzeitigen Strukturen eher ohne Belang. Ob ein überalterter Verein von Mitgliedern eines anderen überalterten Vereins besucht wird hilft vielleicht im Moment, aber nicht auf Dauer. Von daher ist es schon richtig die ganze Veranstalterstruktur nicht ausschliesslich auf Vereine zu beschränken. Nur hätte man das schon viel früher anpacken sollen.
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Re: Neue DVV-Mitglieder

Beitragvon EinSicht » 08.08.2012, 20:31

Siegfried hat geschrieben:Also die Ebene 2 und 3 sind für das Fortbestehen der derzeitigen Strukturen eher ohne Belang. Ob ein überalterter Verein von Mitgliedern eines anderen überalterten Vereins besucht wird hilft vielleicht im Moment, aber nicht auf Dauer. Von daher ist es schon richtig die ganze Veranstalterstruktur nicht ausschliesslich auf Vereine zu beschränken. Nur hätte man das schon viel früher anpacken sollen.
Eigentlich wollte ich jetzt Schweigen ... aber diese Aussage ist mir viel zu oberflächlich. Gerade die Ebenen 2 und 3 sind der Kern der jetzigen Struktur und deshalb sehr von Belang. Und ich seh auch junge Leute und nicht nur alte Menschen auf den Wandertagen (nur zu wenige). Diese Sichtweise ist viel zu "flach" und sieht nur die Strukturen - wo bleiben die Menschen? Aber unsere oberste Regierung im DVV "kneibert" ja auch schon an den Grundlagen des DVV. Seid bitte nicht so abwertend und herabblickend auf die "Normalos" - sonst sind die auch alle irgendwann weg und dann kommt Euer großer Wehruf nach den Wandertagen. Dann wird das "Außergewöhnliche" zum "Normalen" - und wenn sich das nicht mehr rechnet, ist es noch viel schneller weg als ein Verein. Denn da zählt nur noch die Kohle - und der Mensch nichts. Also predigt doch nicht ständig diesen Weg, der das "Volkswandern" in eine echte Sackgasse führt. Kommerzielle Wander-Events sind soweso durch andere Veranstalter viel besser abgedeckt als durch den DVV. Naja, aber vielleicht geht es ja auch um was anderes (was ich nicht verstehen muss) - und nicht mehr nur um das VOLKSWANDERN. Ich schau jedenfalls genau hin, was die nächsten paar Jahre damit geschieht. Und wenn es mir nicht mehr gefällt, dann übe ich EinSicht ... so -das wars!
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